Örkel- Bräu Die SpassHausBrauerei in Travemünde

Wer heute noch nicht geörkelt hat, ist ein armer Örkel, denn er ist unterörkelt!

Die Geschichte vom Örkel

Wie kam es zu der  Namensfindung für die kleine Brauerei?

 

Natürlich hängt das mit der bereits in frühen Jahren einsetzenden Liebe des Brauers zum Gerstensaft zusammen. Das erste Bier, es war ein Schlösser Alt, wurde unter fachgerechter Anleitung einer 16 jährigen rheinischen Frohnatur im Sommer des Jahre 1968 in Grömitz an der Ostsee in praller Mittagssonne getrunken. Die nicht ausbleibende Wirkung änderte aber nichts an dem Wohlgefallen, das unser junger Recke am Bier fand.

 

Gemeinsam mit seinem Freund Rudi, man lernte sich 1964 in der Sexta kennen und die Freundschaft währt bis heute, übte er dann an Wochenenden oder zu anderen Anlässen die Getränkeaufnahme.

 

Rudi war bereits damals total Motorrad begeistert und schwor sich, das er irgendwann mal mit einer Harley die Route 66 von Chicago nach LA fahren würde. Und das war noch vor dem Erscheinen des Films Easy Rider, der ja bekanntlich viel für die Motorradbranche, wenn auch unentgeldlich, getan hat.

 

Die beiden Freunde wuchsen heran, lernten Ihre Berufe, studierten, heirateten, setzten Kinder in Welt, aber die Liebe zum Bier blieb. Es bildeten sich besondere Lieblingsbiere heraus, zu denen bis Heute in vorderster Reihe das legendäre Pilsner Urquell zu finden ist.

 

So trug es sich im Jahre des Herrn 2008 zu, das Rudi sich mit seiner Frau Gerda den Jugendtraum der Route 66 erfüllte. Wenn es auch die Straße auch offiziell bereits seit 1977 nicht mehr gibt, Rudi hat aber mit wissenschaftlicher Akribie den Törn vorbereitet und umgesetzt, war also dann im Sommer 2008 auf den Spuren dieser legendären Straße unterwegs.

 

Aber was hat das denn nun mit dem Örkel zu tun, wird sich der geneigte Leser bisher fragen?

 

Nu kommt´s: gleich zu Anfang der Reise saß das Biker Paar in einer Hotelbar und was stand dort im großen Kühlschrank hinter dem Tresen: Pilsner Urquell! (PU) Das musste es natürlich sein und so bestellte Mann wohl sehr deutsch eben ein Urquell mit besonderer Betonung des U. Der Barkeeper guckte wohl blöd aus der Wäsche, weil er den Gast aus GOG* nicht verstand, erst als dieser mit dem Finger deutlich auf die Flasche zeigte, kapierte er …“ a, you mean an Örkel“!  Zumindest sprach er es so aus, ohne zu wissen, was er damit anrichtete.

 

Nach Rückkehr aus dem gelobten Biker Land besuchten uns Rudi und Gerda dann in Travemünde und es gab PU (für jeden nur eine Flache….zur Zeit), Rudi erzählte die Geschichte aus der Kneipe und wir beide haben uns über Örkel (englisch Urkel)kringelich gelacht, sehr zur Verwunderung unserer Frauen, aber hätten doch wissen müssen, mit wem sie es hier zu tun haben.

 

So vergingen dann einige Jahre und im Herbst 2001 begann ich mit mit dem Hausbrauen, angeregt durch eine Recherche im Internet zu meiner ehemaligen Lehrfirma TIVOLI Malz und Klebstofffabrik in Hamburg. Die ersten Sude glückten und waren auch trinkbar, aber jedes gute Bier braucht ja auch einen Namen.

 

So lag ich eines Nachts mal wieder wach und dachte über alles möglich und besonders über mein Bier nach. Und plötzlich fiel mir Rudis Geschichte ein. Da ich immer einen Block und eine Stift am Bett habe war innerhalb von 10 Minuten das Logo in groben Zügen fertig und der Slogan „ Gimme n´ Örkel´" stand auch.

 

Heute sind Örkel Bräu und Gimme ´n Örkel eingetragene Warenzeichen (vorsichtshalber, Mann weiß ja nie....) und erfreut die Freunde des Hauses am  Strandweg in Travemünde.

 

So, nun wisst Ihr, wie so wir heute so gerne örkeln und nicht einfach nur schnöde Bier trinken.

 

Viel Spaß beim weiterörkeln.

 

Euer Örkelbrauer

Gerd

 

* GOG = Good Old Germany

 

 

Gimme´n ÖRKEL und die Not hat ein Ende!

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